Lupinen wurden von der Stiftung Biovision zum Superfood des Jahres 2026 erkoren. Gesund und proteinreich sind sie – doch wie gut lassen sie sich zu leckeren Produkten verarbeiten? Und welche Sorten eignen sich besonders?
Dieser Frage geht das Projekt LEGU4FOOD nach. Im Rahmen dessen führt New Roots in Oberdiessbach (BE) Testproduktionen durch. In der veganen Molkerei nahe Thun werden fünf vegane Käse aus zwei Lupinen-Standardsorten und drei neuen Zuchtstämmen hergestellt. Die Bio-Lupinen stammen aus der Ernte des Lupinen-Feldversuchs vom FiBL und der gzpk. Mit der Verarbeitung der Lupinen wird ein Meilenstein der Lupinen-Vorstufenzüchtung erreicht. Im Lupinenzuchtprogramm des FiBL werden Sorten gezüchtet, die sich für den Anbau in Schweizer Verhältnissen eignen. Dabei wird unter anderem auf eine hohe Anthraknoseresistenz und einen tiefen Alkaloidgehalt hingezüchtet. Die neuen Lupinen-Zuchtlinien müssen jedoch nicht nur im Anbau glänzen, sondern sollen sich auch eignen für die Zubereitung von Lebensmitteln, bevor eine Entscheidung zur Sortenanmeldung getroffen wird. Werden die Neuzüchtungen den Anforderungen eines Lebensmittelverarbeiters gerecht? Dem gehen New Roots, das FiBL und die Berner Fachhochschule HAFL (mit Analysen) nun nach.

