Die Lupine ist Superfood des Jahrs 2026 – und wird 2026 auch agronomisch gesehen ihrem Namen gerecht. Mindestens im FiBL-Sortenversuch. Trotz unglaublich trockenem Sommer wurde Ende Juli 2026 in Full-Reuenthal Lupine geerntet. Mit dabei war auch ein Sortenversuch mit 5 kommerziellen Sorten und 5 eigenen Zuchtstämmen.
Obwohl die letzten Niederschläge Ende Juni gefallen waren, der Boden sehr sandig ist und einige Gewitter unverrichteter Dinge vorbeigezogen sind, die Lupinen sehr schnell in die Abreife übergingen und nur teilweise ein zweites Hülsenstockwerk ausbildeten, war der mittlere Ertrag 25.3 dt/ha. Als Vergleich: Laut swiss granum waren die durchschnittlichen Bio-Erträge der Lupinen in den letzen Jahren 26.9 dt/ha (2025), 18.7 dt/ha (2024), 16.8 dt/ha (2023), 21.9 dt/ha (2022), und 16.9 dt/ha (2021).
Dieses Jahr gab es im Sortenversuch praktisch keine Anthraknose, deshalb waren die älteren, anfälligen Sorten auch nicht schlechter als Frieda und Celina. Sulimo, eine anfällige Sorte, hatte sogar den besten Ertrag. Die FiBL-Zuchtstämme bewegten sich im selben Bereich wie die kommerziellen Sorten.
Eine genaue Auswertung, auch für den zweiten Standort in Feldbach bei der Getreidezüchtung Peter Kunz (gzpk), folgt. FiBL und gzpk arbeiten eng zusammen bei der Lupinenzüchtung, und die gzpk ist dabei, das Züchtungsprogramm des FiBL zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Mehr zu Lupinenzüchtung am FiBL hier. Ausserdem eine Übersicht zur Süsslupine als Ackerkultur hier.


